Team Charlie und Luise: Inklusionsbotschafter der Aktion Mensch

Unabhängiges Netzwerk Inklusion Freiburg als gefördertes  Modell-Projekt von der Interessensvertretung  Selbstbestimmt Leben e.V. ausgewählt

Eigene Erfahrungen einbringen und die UN-Behindertenrechtskonvention umsetzen – Dafür setzen sich Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen als InklusionsbotschafterInnen im Rahmen des von der Aktion Mensch geförderten Modellprojekt „InklusionsbotschafterInnen – Vernetzung von UnterstützerInnen auf dem Weg zur Inklusion“ ein. Durchgeführt wird das Projekt von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL).

Charlie und Luise wurden gemeinsam als Netzwerk-Inklusion-Freiburg-Team zu InklusionsbotschafterInnen_ ausgewählt.

Ihr Angebot: Menschen und Sachverhalte im Sinne der BRK (CRPD) zusammenzubringen.

Ihr Fokus: Empowerment im Bereich Frauen und Gesundheit sowie Peer Counseling (alle Bereiche).

Alle Interessenten sind herzlich zur participation eingeladen, denn:

„Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, ist das der Anfang einer neuen Wirklichkeit.“ Hélder Càmara (brasilianischer Befreiungstheologe, 1909-1999)

Kontakt: info[at]inklusion-freiburg.org

Mehr zu den hier: Kurzvorstellung aller Inklusionsbotschafter

 

 

Was ist Partizipation? Ein technologisches Labor- oder Realexperiment.

„In der Verwirklichung [der Forderung nach Partizipation] hat sich ein weitläufiger Methodenkanon partizipativer Technikbewertung etnwickelt. […]. Die von Partizipationsprofis organisierte und unter kontrollierten Bedingungen stattfindende Beteiligung von Laien vollzieht sich weitgehend ohne Bezug auf öffentliche Kontroversen, politische Teilhabebestrebungen und individuelle Betroffenheiten. […sie] realisiert sich in aktuell relevanten Technologiekontexten – so die hier vertretene These- charakterischerweise als Laborexperiment. [Empirisch konnte gezeigt werden), das Laborpartizipation in der Praxis zu paradoxen Effekten führt: Die erfolgreiche Durchführung des Experiments resultiert in einer systematischen Enttäuschung jener Hoffnung auf Rationalitätsgewinne, die typischerweise mit Laienbeteiligung verbunden sind. […] Einer Wissensproduktion, der die gesamte Gesellschaft zum Labor wird, entspricht einer Teilhabepraxis, die sich aus der Gesellschaft ins Labor zurückzieht.“

Bogner A. Partizipation als Laborexperiment: Paradoxien der Laiendeliberation in Technikfragen / Participation as a Laboratory Experiment: Paradoxes of Deliberation on Technology Issues by Lay People. Zeitschrift für Soziologie. 2010;39(2):S. 87.

Tag der Menschen mit Behinderungen

Vor 35 Jahren – am 03.12.1981- wurde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen das Internationale Jahr der Behinderten ausgerufen.

Das eigentlich Wichtige ereignete sich jedoch 10 Tage später am 13.12.1981 in Dortmund:

Auf einer historisch einmalig beispielgebenden Protestaktion entlud sich der Unmut, die Verzweiflung und die Wut der behinderten Menschen. Auf dem Höhepunkt der Veranstaltung, dem sogenannten „Krüppeltribunal“ erhoben Behindertenaktivisten Anklage wegen   Verletzungen der Menschenrechte in Heimen und Werkstätten und ähnlichen „Tag der Menschen mit Behinderungen“ weiterlesen

Vortrag Gender und Behinderung-aus der Frauenperspektive.

Stopp Gewalt an Frauen
16 Tage gegen Gewalt an Frauen. Programm Freiburg 2106 zum Herunjterladen

Frauen mB – Unabhängiges Netzwerk Inklusion Freiburg

1.12.2016 Vortrag Gender und Behinderung-aus der Frauenperspektive. Im Anschluss offener Austausch

14.00 – 16.00 Uhr • Treffpunkt Freiburg .Schwabentorring 2, Foyer, I.Stock, 79098 Freiburg barrierefreier Zugang über 80cm breiten Aufzug und Rampe für Eingangsstufe • Eintritt frei, Spenden willkommen

„Geschlecht: behindert Besonderes Merkmal: Frau“. Diesen Buchtitel aus der Bewegung der Frauen mit Behinderung beleuchten wir näher und freuen unsauf ein inspirierendes Miteinander. Hierzu laden wir Sie herzlich zu einer spannenden Begegnung ein. Für eine kleine gemeinsame Verpflegung ist gesorgt • Der Vortrag beginnt um 14.30 Uhr.

Was ist Partizipation? Ein Zusammenhang mit Teilhabe-Forschung.

„Teilhabeforschung wird sehr wesentlich »partizipative Forschung« sein müssen und Partei ergreifend für die, denen gegenüber die Menschenrechte verletzt werden. Mit dem Werk „Das Elend der Welt” weist Bourdieu (2005) erkenntnistheoretisch und forschungsmethodologisch einen Weg, der ein für die Teilhabeforschung unverzichtbares Fundament legt. Wird denen, die unter dem Aspekt der Teilhabeforschung arbeiten, diese Dimension nicht bewusst, wird sie schnell zur Legitimation beitragen, dass sich letztlich doch nichts ändern muss und die bestehenden Strukturen der Systeme der Behindertenfürsorge zu erhalten sind und diese Teilhabe schon garantieren werden. Wir sind dann wieder bei den Partnerschaften zwischen Sonderinstitutionen und Regelinstitutionen – wie gehabt. Die normierende Funktion von Forschung sollte nicht unterschätzt werden.“

Feuser, Georg: Teilhabeforschung aus Sicht von Forschung und Lehre (k)ein neuer Euphemismus ? (!). Zürich, 2011.

Unworte des Bundesteilhabegesetzes

Am 27.10.2016 fand auf Initiative des Netzwerks Inklusion Region Freiburg eine spannende Podiumsdiskussion zum höchst umstrittenen Bundesteilhabegesetz statt.

Obwohl die Veranstaltung recht kurzfristig organisiert worden war, schien der große Sitzungssaal im Technischen Rathaus Freiburg aus allen Fugen zu bersten.

Auf dem Podium:

Die hauptamtliche Behindertenbeauftragte Sarah Baumgart

Als Moderatorin Pia Maria Federer (Parität, Bündnis 90/Die Grünen, Stadträtin)

Mischa Knebel (Blinden- und Sehbehindertenverband)

Kerstin Andreae (MdB Bündnis 90/Die Grünen)

Matern von Marschall (MdB CDU) und

als Vertretung für Gernot Erler (MDB SPD) Renate Buchen (Gemeinderätin SPD).

Die Unworte der Veranstaltung´:

Zwangspooling

5 von 9 Regel

O-Ton der Anwesenden: Recht bekommt, wer über Mittel verfügt, das Recht einzuklagen.

Fazit: sozial benachteiligte Menschen mit Behinderung erwarten derzeit keine Stärkung sondern eine Schwächung Ihrer Rechte auf gesetzlich-legitimierter Ebene durch das vorgestellte Bundesteilhabegesetz.

Aussicht: Das Bundesteilhabegesetz kann schwerlich noch geändert werden, bevor es in Kraft tritt. Es soll jedoch unter anderem hinsichtlich seiner Fairness und Effizienz wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden und somit Raum für Anpassungen bereit stellen.